Kampagne Halim Dener zur gestrigen Gedenkdemo

Wir waren 400, andere sagen 500. Egal, wir haben auf jeden Fall ein deutliches Zeichen gesetzt.

Für ein Gedenken an Halim Dener, für den Platz in Linden.

Während der OB Schostock auf der einen Seite über die Kommunalaufsicht des niedersächsischen Innenministeriums die Benennung des Platzes verhindern will, um auf der anderen Seite einer „unabhängigen Dokumentation“ das Wort zu reden – die Polizei wird gefragt, wir nicht – während also die Politik ihre Spielchen der Macht fortsetzt: Rumreden, nichts tun, organisiertes Aussitzen und Ausweichen, das Spiel der Kommissionen und wissenschaftlichen Begleitung organisieren.

Während also all dies vorgeschlagen wird, passiert und nicht passiert, halten wir – mit der Erfahrung von heute – fest: Das Gedenken an Halim Dener lebt in dem was wir tun. Kein Oberbürgermeister, keine Kommunalaufsicht können einen Halim Dener Platz verhindern, wenn wir das Gedenken an diesem Ort lebendig machen.

Das ist die Geschichte des Kemal Altun Platzes in Hamburg, das wird auch hier so sein.

Um nicht falsch verstanden zu werden. Wir kämpfen weiter dafür, dass auch die „offizielle“ Stadt sich ihrer Geschichte stellt. Uns liegt sehr viel daran, dass die Repräsentanten dieser Stadt, dem Leid, der Trauer, der Wut, aber auch der Lust auf Freiheit mit Respekt begegnen.

Entscheidend aber wird der Zusammenschluss der Vielen sein, im Stadtteil, in der Stadt, die zusammen sagen: shehid naverim – niemand ist vergessen.

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