Landesarmutskonferenz: Aktion Leine-Schwimmen – Damit die soziale Gerechtigkeit nicht Baden geht!

21.08.17, 16 Uhr, Hannover, vom „Strandleben“ zur Dornröschen-Brücke

Ausgewählte Schwimmer_innen der Landesarmutskonferenz LAK Niedersachen starten am 21.08.2017, 16 Uhr, am „Strandleben“, am Zusammenfluss der Flüsse Leine und Ihme, in Hannover die Aktion „Leine-Schwimmen – Damit die soziale Gerechtigkeit nicht Baden geht!“. Ziel des Leine-Schwimmens ist die Dornröschen-Brücke. Auf der Brücke steht eine Mauer zwischen Arm und Reich, die mit gemeinsam mit Interessierten eingerissen wird. Die Aktion „Leine-Schwimmen“ ist Bestandteil einer Kampagne der Landesarmutskonferenz zum aktuellen Wahlkampf im Bund und Land Niedersachsen.

Ziel der Kampagne: Mehr soziale Gerechtigkeit!

Klaus-Dieter Gleitze, Geschäftsführer der LAK, betont:

„Die Spaltung unserer Gesellschaft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Wir wollen mit dem Leine-Schwimmen ein Zeichen setzen und haben auch aus symbolischen Gründen eine Brücke als Ziel für die Aktion gewählt: Brücken verbinden Menschen. Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Trotzdem war 2015 jeder Sechste in Niedersachsen von Armut und Ausgrenzung betroffen. Besonders hohe Zunahmen gab es bei Alleinerziehenden; die Quote stieg hier um 5,0 % auf 46,6 %. Unter den Kindern und Jugendlichen war jede beziehungsweise jeder Fünfte unter 18 Jahren von Armut gefährdet.

Auf der einen Seite nimmt die Zahl der Millionäre hierzulande stetig zu, auf der anderen Seite stehen immer mehr Menschen Schlange bei den Tafeln, weil das Geld selbst für das Essen nicht mehr reicht. Sozialer Aufstieg durch Bildung für Arme? Fehlanzeige. Der Hartz-IV-Regelsatz reicht zum Überleben, ermöglicht aber keine soziale und kulturelle Teilhabe. Immer mehr Menschen sind von demokratischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen.“

Die positive Wirtschaftslage und der angeblich gute Arbeitsmarkt sind nur ein Teil unserer gesellschaftlichen Realität, so die LAK. Die Kehrseite der Medaille: 25 Prozent aller Beschäftigten arbeiten im Niedriglohnsektor, allein in Niedersachsen gibt fast 100.000 Langzeitarbeitslose, Erwerbslose tragen als Personengruppe mit 58,5 Prozent das höchste Armutsrisiko.

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