Rettung für die Seele Linden-Limmers

Die PARTEI Kreisverband Region Hannover setzt sich für den Erhalt der Hannoveraner Kioskkultur ein. Hannover ist deutschlandweit bekannt für seine hohe Kioskdichte – selbst die Stadt wirbt damit. Obwohl es keine offiziellen Zahlen gibt, wird die Anzahl charakterstarken Kaufläden auf rund 400 geschätzt. Am Küchengartenplatz in Linden soll nun der Kiosk geschlossen werden, der den Anfang der Limmerstraße seit über 15 Jahren prägt.

Linden ist eine durchmischte, vielfältige Lebenswelt. Hier fügen sich Gegensätze zusammen, lösen sich Sprachbarrieren auf, sind Oper und Netflix gleichwertig – denn beim Limmern geben sich Unter- und Oberschicht die Hand. Kioske verhindern, dass Linden zum Problembezirk wird.

Kioskverkäufer/-innen sind mehr als nur Getränkeverkäufer. Sie verbinden, vermitteln und verkaufen, sind Psychologen, gute Freunde und wissen immer genau, was man gerade braucht. Am Kiosk kommen Anwohner jeden Alters und aller Schichten miteinander in Kontakt, auch an Sonn- und Feiertagen.

Wenn dieser moderierende Faktor entfällt, drohen dem Viertel Straßenschlachten, Polizeiaufgebote, Plünderungen. So können schon harmlose Zwischenfälle verhängnisvolle Folgen haben.

Jasmin Grobleben, Einzelvertreterin der PARTEI im Stadtbezirksrat Linden-Limmer berichtet: „Neulich habe ich mitten in der Nacht bemerkt, dass ich kein Toilettenpapier mehr habe.“ Dieses Problem konnte kein Supermarkt für sie lösen, der Kiosk nebenan schon.

Während die FDP die drohende Apokalypse billigend in Kauf nimmt, um ihre finanzstarke, aber stimmenschwache Wählerschaft zufriedenzustellen, setzt sich die PARTEI für die Rettung der Seele Linden-Limmers ein.

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