SPD, Grüne, FDP: Kein Außenbecken fürs Fössebad + Preiserhöhung

Die  Verwaltung lehnt Außenbecken für das Fössebad ab und beschließt deutlich höhere Eintrittspreise für Schwimmbäder ab 2018

In der gestrigen Sportausschusssitzung des Rates der Landeshauptstadt Hannover hat sich die Ratsgruppe LINKE UND PIRATEN ausdrücklich für ein Freibad mit Außenbecken sowohl beim Fössebad, wie auch beim Misburger Bad ausgesprochen. Die Auschussmehrheit aus SPD, Grünen und FDP hat dies beim Fössebad abgelehnt.

Außerdem wurde eine deutliche Erhöhung der Eintrittspreise für städtische Schwimmbäder ab dem ersten Januar 2018 beschlossen. Die Preise erhöhen sich laut der Drucksache 1992/2017 um zwischen 28,57% für eine Schülerhalbjahreskarte um bis zu durchschnittlich 37,5% für eine ermäßigte Halbjahreskarte für Erwachsene. Das sind beispielsweise plus 20 Euro halbjährlich für die Schülerkarte und 30 Euro Mehrkosten für die ermäßigte Erwachsenenkarte. Ferner erhält das Fössebad beim Neubau sein 50 Meter Wettkampfbecken, auf das Außenbecken wird jedoch verzichtet. Das Misburger Bad erhält dagegen ein 25 Meter Becken. Beide Badneubauten wurden mit einem Gesamtvolumen von circa 40 Millionen Euro Gesamtbaukosten beschlossen und verabschiedet. Viele Menschen in der Stadt werden sich in Zukunft die hohen Eintrittspreise nicht mehr leisten können. „Eine Erhöhung der Schwimmbadeintrittspreise ab 2018 von bis zu 37,5 % ist sozial unverträglich und schädigt in erster Linie die sozial schwachen Menschen, die sich keinen Urlaub leisten können, und daher auf erschwingliche Schwimmbadbesuche in Hannover angewiesen sind“, sagt der sportpolitische Sprecher und Ratsherr Andre Zingler (DIE LINKE). Und weiter: „In diesem Kontext finde ich es auch falsch, auf das Außenbecken beim Fössebadneubau zu verzichten, auch das benachteiligt in der Sommerperiode den Aktionsradius einkommensschwacher Familien mit Kindern“, so Zingler.

Schreibe einen Kommentar