Erklärung des Rates der Religionen Hannover zu den Drohmails gegen Oberbürgermeister Onay

Mit Sorge haben wir zur Kenntnis genommen, dass Oberbürgermeister Belit Onay vom rechtsextremen sogenannten „NSU 2.0“ massiv bedroht wird.
Die im Rat der Religionen zusammengeschlossenen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften solidarisieren sich mit unserem Oberbürgermeister.
Belit Onay setzt sich ein für eine offene, demokratische, tolerante und freiheitliche
Stadt. Er ist Schirmherr des Hauses der Religionen. Ein Angriff auf ihn gilt uns allen, er gilt dem, was unsere Stadt Hannover ausmacht: Weltoffenheit, kulturelle Vielfalt, Internationalität, Gastfreundschaft, Solidarität, demokratische Werte.
Wir sind entschlossen, unsere Stadt mit aller Kraft gegen diejenigen zu verteidigen, die all das zerstören wollen und die unseren Oberbürgermeister und seine Familie an Leib und Leben bedrohen.
Alle Bürgerinnen und Bürger Hannovers bitten wir: Treten Sie Hass und Hetze
entschlossen entgegen, wo immer sie Ihnen begegnen.
Die Sicherheitsbehörden bitten wir: Tun Sie alles in Ihrer Macht Stehende, um diese widerliche Hetze zu beenden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Für den Rat und das Haus der Religionen Hannover
Dr. Hamideh Mohagheghi                                   Prof. Dr. Wolfgang Reinbold
Sprecherin des Rates der Religionen    1.Vorsitzender des Hauses der Religionen