Region Hannover informiert + Hannover, 24.04.2020, 14 Uhr

Die Region Hannover hat seit Auftreten der ersten Corona-Infektion insgesamt 1819 Menschen registriert, die sich in der Region mit dem Coronavirus infiziert haben. Davon sind zum heutigen Stand 922 Personen als genesen registriert. 60 Menschen sind infolge einer nachgewiesenen oder mutmaßlichen Corona-Infektion in der Region verstorben; der Altersdurchschnitt der Verstorbenen liegt bei 83,1 Jahren. Somit sind zum jetzigen Zeitpunkt 837 Menschen in der Region infiziert.

Achtung, in der Verteilung nach Alter und Kommunen sind die Personen erfasst, die als gegenwärtig infiziert registriert sind.

Verteilung nach Alter:

Alter Aktuelle Fallzahl
bis 14 Jahre 27
15 bis 34 Jahre 206
35 bis 49 Jahre 160
50 bis 59 Jahre 161
über 60 Jahre 283
keine Angabe

 Verteilung nach Kommunen:

Kommune Aktuelle Fallzahl Fallzahl Gesamt seit Ausbruch
Barsinghausen 13 31
Burgdorf 30 48
Burgwedel 12 39
Garbsen 46 96
Gehrden 7 19
Hemmingen 11 32
Isernhagen 14 39
Laatzen 47 82
Landeshauptstadt Hannover 453 978
Langenhagen 38 78
Lehrte 26 55
Neustadt 12 26
Pattensen 5 17
Ronnenberg 25 46
Seelze 13 45
Sehnde 14 32
Springe 31 45
Uetze 7 26
Wedemark 16 34
Wennigsen 6 16
Wunstorf 11 35
keine Angaben

 Verteilung nach Geschlecht (bezogen auf die Gesamtzahl von 1819 nachweislich Infizierten):

Männer                     46,7 Prozent

Frauen                      51 Prozent

keine Angabe             2,3 Prozent

Derzeit werden in Krankenhäusern in der Region Hannover 186 Patientinnen und Patienten behandelt, die nachweislich oder mutmaßlich mit Corona infiziert sind. 42 befinden sich davon auf der Intensivstation.

Das Bürgertelefon ist auch am Sonnabend und Sonntag unter der Rufnummer 0800 7313131  erreichbar.

Clausen-Muradian (Grüne): „Wir freuen uns sehr, dass die Stadt angesichts der Corona-Krise unserer Forderung nachkommt und auf einen weiteren Teil der Gewinnausschüttung durch die hanova zugunsten von mehr bezahlbaren Wohnungen verzichtet!“

„Wir Grünen haben bereits seit Jahren gefordert, dass die hanova in ihrer sozialen Rolle für den hannoverschen Wohnungsmarkt gestärkt werden und die Gewinnausschüttung an den städtischen Haushalt dafür zurückstehen muss“, erklärt Dr. Elisabeth Clausen-Muradian, Baupolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion. „Umso mehr freut es uns, dass die Stadt nun in der Corona-Krise auf weitere rund 9,4 Mio. € aus der Gewinnausschüttung verzichtet, um die hanova so mit mehr Kapital für den Bau von mehr dringend benötigten bezahlbaren Wohnungen in Hannover auszustatten, Einnahmeausfälle durch den Verzicht auf Mieterhöhungen auszugleichen und den Ankauf von weiteren Wohnungen am Canarisweg zu ermöglichen. Allerdings ist ein Teilverzicht auf Gewinnausschüttung für uns nur ein Schritt in die richtige Richtung – auch auf die für 2020 verbleibende Ausschüttung von ca. 10,6 Mio. € sowie auf Gewinnausschüttungen in den Jahren 2021, 2022 und 2023 sollte die Stadt komplett verzichten.“
Aus Sicht der Grünen spielt die städtische Wohnungsbaugesellschaft hanova WOHNEN GmbH (ehemals GBH) die Schlüsselrolle für sinkende Mietpreise in Hannover. „Dazu muss die hanova künftig ihren Fokus noch stärker auf den Bau bezahlbarer Wohnungen für untere und mittlere Einkommen richten“, so Clausen-Muradian. „Statt gewinnorientiert zu arbeiten und dafür auch Wohnungen im gehobenen Preissegment zu bauen, um Geld für den städtischen Haushalt zu erwirtschaften, sollte die hanova ausschließlich in den Bau bezahlbarer Wohnungen und die Schaffung weiterer Belegrechtswohnungen investieren. Der Verzicht der Stadt auf eine Gewinnausschüttung kann hierzu ein wichtiger Beitrag sein.“
Clausen-Muradian „Wir brauchen eine gemeinwohlorientierte städtische Wohnungsbaugesellschaft, die für die Einwohner*innen baut – und nur für diese –, nicht für den Stadthaushalt. Und das ist auch noch eine Win-Win-Situation. Wir bekommen mehr dringend benötigte bezahlbare Wohnungen. Und diese fließen – anders als Sozialwohnungen – in den Mietspiegel ein und können so langfristig den Mietanstieg dämpfen. Das kommt allen Mieter*innen hier in Hannover zugute.“
Die städtische Wohnungsbaugesellschaft hanova WOHNEN GmbH (ehemals GBH) ist in der Corona-Krise durch wegfallende Einnahmen durch Verzicht auf Mieterhöhungen sowie Risiken hinsichtlich Mietausfällen, Leerstand und ggf. wegfallenden Gewinnen aus dem geplanten Bauträgergeschäft belastet. Die Landeshauptstadt Hannover und die hanova WOHNEN GmbH haben daher vereinbart, dass die Gesellschafter auf 9,365.128,90 EUR Gewinnausschüttung verzichten. Damit würde für die hanova im Jahr 2020 statt 20 Mio. € noch eine Ausschüttung von 10.634.871,10 EUR verbleiben. Die Gesellschafter wollen damit auch einen Beitrag leisten, um neue Wohnungsbauprojekte im unteren wie im mittleren Preissegment zu realisieren. Auch die Schaffung weiterer Belegrechtswohnungen oder die Übernahme von Obdach- und Flüchtlingswohnheimen soll geprüft werden. Außerdem soll mit dem Ausschüttungsverzicht der Ankauf des Canariswegs Teil 2 von der Deutschen Wohnen ermöglicht werden.
Auf Initiative der Grünen Ratsfraktion hatte der Rat bereits zum Haushalt 2019/20 beschlossen, dass von insg. 29,733 Mio. Gewinnrücklagen 9,733 Mio. € als Kapitalerhöhung im städtischen Tochterunternehmen hanova zur Finanzierung des Wohnungsbaus verbleiben. Wobei sich die Grüne Ratsfraktion auch damals schon für einen kompletten Verzicht auf eine Gewinnausschüttung der hanova an die Stadt eingesetzt hatte.

Beratung zu Patientenverfügung, Kurzarbeit, Wohngeld & Co. – SoVD in Hannover öffnet ab sofort wieder Beratungszentrum

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Hannover öffnet wieder sein
Beratungszentrum in der Herschelstraße 31 und steht damit persönlich zu Fragen rund um die
Themen Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit, Hartz IV und
Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht zur Verfügung. Darüber hinaus berät der SoVD aber
auch weiterhin per Telefon und E-Mail.
Wie formuliere ich eine Patientenverfügung? Habe ich Anspruch auf Wohngeld? Kann ich zum
Kurzarbeitergeld Geld dazu verdienen? Diese und weitere Fragen beschäftigen Betroffene
aufgrund der Corona-Krise momentan ganz besonders. Antworten darauf hat der SoVD. Im März
hatte Niedersachsens größter Sozialverband aufgrund der derzeitigen Lage seine Beratung auf
Telefon und E-Mail umgestellt. Jetzt öffnet der SoVD in Hannover wieder seine Türen für
persönliche Gespräche mit Ratsuchenden – allerdings unter strengen Hygiene- und
Sicherheitsmaßnahmen.
„Im Vordergrund steht selbstverständlich die Gesundheit – die unserer Mitglieder und die
unserer Kolleginnen und Kollegen“, betont Matthias Muik, Leiter des SoVD-Beratungszentrums.
Deshalb ist zum Beispiel das Tragen von Schutzmasken während des Gesprächs verpflichtend.
Zudem erfolgt die Beratung nur nach vorheriger Terminvereinbarung.
„Für diejenigen, die gerade nicht zu uns in Beratungszentrum kommen können oder wollen,
bieten wir natürlich weiterhin eine Beratung per Telefon oder E-Mail an. Auch so können wir
Anträge stellen, Widerspruch einlegen oder Klage einreichen“, erläutert Muik.
Termine für eine Beratung können Interessierte unter den Nummern (0511) 65610720 und
70148-21 oder per E-Mail unter info.hannover@sovd-nds.de vereinbaren.

FridaysForFuture Hannover: #TreatEveryCrisis

Am 24. April 2020 findet der fünfte globale Klimastreik von FridaysForFuture statt. An dem Tag wird es in Hannover einen Livestream ab 12:30 Uhr und eine Plakataktion am Trammplatz zwischen 10 und 14 Uhr geben.
“Unter dem Motto “Treat Every Crisis” protestieren wir morgen für eine klimagerechte Welt. An dem Umgang mit dem Coronavirus sehen wir gerade, dass die Politik Berge versetzen kann, wenn der politische Wille da ist.”, sagt Imke Hamann, 14, von FridaysForFuture Hannover.
Ab 12:30 Uhr startet gemeinsam mit vielen Bündnispartner*innen und Musiker*innen aus Hannover ein Livestream auf YouTube und auf den Social-Media-Kanälen von FridaysForFuture Hannover werden viele Statements und Beiträge veröffentlicht. Auch bundesweit sind viele Aktionen geplant, wie beispielsweise eine Online Demo und eine bundesweite Streikkarte.
„Für eine langfristige Krisenbekämpfung hin zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft und Gesellschaft brauchen wir nachhaltige Antworten auf die Coronakrise. Jetzt muss auf nachhaltiges und klimafreundliches Wirtschaften gesetzt werden. “, erklärt Martin Kapp von FridaysForFuture Hannover.
Bei der “Demo ohne Teilnehmende” sollen zwischen 10 und 14 Uhr Demoschilder auf dem Trammplatz vor dem Rathaus abgelegt werden. Auch wenn eine herkömmliche Demo nicht möglich ist, sollen die Botschaften der Menschen trotzdem ihren Platz in der Öffentlichkeit finden. Dabei wird dringend darum gebeten, die Abstandsregeln einzuhalten und nicht am Platz zu verweilen.

Region Hannover informiert+Hannover, 23.04.2020 + 15:45 Uhr

Die Regionsversammlung tagt am Dienstag, 28. April, 14 Uhr, in öffentlicher Sitzung im Regionshaus in den Sitzungsräumen N001-N003, Hildesheimer Straße 18. Die Fraktionen und Gruppen haben ein Pairing-Verfahren verabredet, um die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu reduzieren und das Infektionsrisiko zu drosseln. Das heißt, die Fraktionen und Gruppen werden den Mehrheitsverhältnissen entsprechend vertreten sein, jedoch nicht in voller Stärke. Die Sitzordnung ist verändert, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Die Zuschauerzahl muss aufgrund der Abstandregelungen begrenzt werden.

Regionspräsident Hauke Jagau betont: „Auch und gerade in besonderen Lagen ist es wichtig, dass die politischen Gremien über die Situation und den Umgang damit diskutieren und Entscheidungen treffen können. Dazu gehört auch die politische Willensbildung in den Fachausschüssen. Es widerspräche dem Demokratieverständnis, wenn die Steuerung über einen längeren Zeitraum in den Händen der Verwaltung und nicht der gewählten Vertreterinnen und Vertreter liegt. Deshalb ist mein Ziel, dass wir – unter den gebotenen Schutzvorkehrungen – zurück in die Routine der politischen Beratung kommen.“

Die Region Hannover hat seit Auftreten der ersten Corona-Infektion insgesamt 1793 Menschen registriert, die sich in der Region mit dem Coronavirus infiziert haben. Davon sind zum heutigen Stand 889 Personen als genesen registriert. 53 Menschen sind infolge einer nachgewiesenen oder mutmaßlichen Corona-Infektion in der Region verstorben; der Altersdurchschnitt der Verstorbenen liegt bei 83,6 Jahren. Somit sind zum jetzigen Zeitpunkt 851 Menschen in der Region infiziert.

Achtung, in der Verteilung nach Alter und Kommunen sind die Personen erfasst, die als gegenwärtig infiziert registriert sind.

Verteilung nach Alter:

Alter Aktuelle Fallzahl
bis 14 Jahre 25
15 bis 34 Jahre 208
35 bis 49 Jahre 163
50 bis 59 Jahre 162
über 60 Jahre 293
keine Angabe

 Verteilung nach Kommunen:

Kommune Aktuelle Fallzahl Fallzahl Gesamt seit Ausbruch
Barsinghausen 13 31
Burgdorf 33 48
Burgwedel 13 39
Garbsen 47 95
Gehrden 7 19
Hemmingen 12 31
Isernhagen 13 38
Laatzen 47 79
Landeshauptstadt Hannover 458 962
Langenhagen 39 78
Lehrte 27 54
Neustadt 12 26
Pattensen 5 17
Ronnenberg 23 44
Seelze 13 45
Sehnde 15 32
Springe 31 45
Uetze 8 26
Wedemark 18 34
Wennigsen 5 15
Wunstorf 12 35
keine Angaben

Verteilung nach Geschlecht (bezogen auf die Gesamtzahl von 1793 nachweislich Infizierten):

Männer                     47,0 Prozent

Frauen                      50,6 Prozent

keine Angabe             2,4 Prozent 

Derzeit werden in Krankenhäusern in der Region Hannover 192 Patientinnen und Patienten behandelt, die nachweislich oder mutmaßlich mit Corona infiziert sind. 44 befinden sich davon auf der Intensivstation.

Niedersachsen untersagt Grossveranstaltungen bis Ende August – Kleines Fest im Großen Garten kann nicht stattfinden

Das Land Niedersachsen hat mit seiner Verordnung vom 17. April  zum                                Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona Virus die Durchführung                                              von Großveranstaltungen mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt.                             Neben vielen anderen Veranstaltungen ist auch das Kleine Fest im Großen
Garten davon betroffen, das deshalb nicht wie geplant stattfinden
kann und nun abgesagt werden muss.
Das 35. Kleine Fest war bereits vollständig geplant und vorbereitet:
An 18 Veranstaltungstagen sollten Künstler*innen aus dem In- aus
Ausland jeweils 3.900 Gäste im Juli begeistern. „Die Absage ist
eine bittere und schwerwiegende, aber auch zwingend notwendige
Entscheidung. Wir haben bis zuletzt überlegt und gehofft, die
Veranstaltung in veränderter Form, zum Beispiel mit reduzierter
Besucherzahl, durchführen zu können. Aber im Rahmen und unter
den Bedingungen der Verordnung ist das nicht möglich”, erklärt
Harald Böhlmann, der verantwortliche Veranstaltungsleiter. „Der
Gesundheitsschutz hat uneingeschränkt Vorrang – und das werden
auch die vielen Interessenten und Freunde des Kleinen Festes
verstehen”, so Böhlmann weiter. Rund 54.000 Interessenten hatten
Bestellungen für insgesamt 257.000 Karten bei 63.000 verfügbaren
Karten abgegeben.

Region Hannover informiert + Hannover, 22.04.2020 15:25 Uhr

Heute hat das Land die Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung im ÖPNV und Einzelhandel ausgesprochen, die ab kommenden Montag gilt. Dazu Regionspräsident Hauke Jagau: „Die Region begrüßt das verbindliche Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in den Bereichen, wo der erforderliche Mindestabstand schwer oder zum Teil gar nicht eingehalten werden kann – wie das besonders im ÖPNV der Fall ist. Grundsätzlich hängt aber der Erfolg des Umgangs mit Covid-19 davon ab, wie umsichtig und verantwortlich die Menschen handeln. Es kommt auf die Einsicht jeder bzw. jedes Einzelnen an, sich und andere durch das eigene Verhalten zu schützen. Ein dauerhafter Erfolg kann nur durch Einsicht und nicht durch Pflichten und Verbote und Bußgelder erreicht werden. Eine sogenannte Alltagsmaske stellt zwar keinen zuverlässigen Eigenschutz vor einer Ansteckung dar. Sie kann aber dafür sorgen, wenn wirklich alle sie tragen, dass andere besser geschützt werden und damit die Infektionsketten unterbrochen werden können.“

Immer wieder erreichen die Region Hannover Nachfragen zu Veranstaltungen. Hierzu ist folgendes zu sagen: Das Veranstaltungsverbot betrifft generell auch Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Personen. Es gilt momentan bis zum 6. Mai 2020. Grundlagen dafür sind das weiterhin herrschende Kontaktverbot in der Öffentlichkeit und die Einschränkungen des Publikumsverkehrs für die jeweiligen Institutionen.

Ob es nach dem 6. Mai zu Veränderungen des Veranstaltungsverbotes kommen kann, entscheidet sich frühestens bei den Beratungen der Bundesregierung am 30. April 2020.

Die Region Hannover hat seit Auftreten der ersten Corona-Infektion insgesamt 1749 Menschen registriert, die sich in der Region mit dem Coronavirus infiziert haben. Davon sind zum heutigen Stand 857 Personen als genesen registriert. 50 Menschen sind infolge einer nachgewiesenen oder mutmaßlichen Corona-Infektion in der Region verstorben; der Altersdurchschnitt der Verstorbenen liegt bei 83,4 Jahren. Somit sind zum jetzigen Zeitpunkt 842 Menschen in der Region infiziert.

Achtung, in der Verteilung nach Alter und Kommunen sind die Personen erfasst, die als gegenwärtig infiziert registriert sind.

Verteilung nach Alter:

Alter Aktuelle Fallzahl
bis 14 Jahre 25
15 bis 34 Jahre 211
35 bis 49 Jahre 160
50 bis 59 Jahre 162
über 60 Jahre 284
keine Angabe

 Verteilung nach Kommunen:

Kommune Aktuelle Fallzahl Fallzahl Gesamt seit Ausbruch
Barsinghausen 13 31
Burgdorf 30 44
Burgwedel 13 39
Garbsen 47 92
Gehrden 7 19
Hemmingen 11 30
Isernhagen 12 37
Laatzen 46 77
Landeshauptstadt Hannover 452 935
Langenhagen 39 76
Lehrte 26 54
Neustadt 12 26
Pattensen 5 17
Ronnenberg 21 42
Seelze 12 44
Sehnde 19 32
Springe 34 45
Uetze 7 25
Wedemark 19 34
Wennigsen 5 15
Wunstorf 12 35
keine Angaben

 Verteilung nach Geschlecht (bezogen auf die Gesamtzahl von 1749 nachweislich Infizierten):

Männer                     47,3 Prozent

Frauen                      50,4 Prozent

keine Angabe             2,3 Prozent

Aktuelle Zahlen zu stationären Aufenthalten von Patientinnen und Patienten mit Covid-19-Erkrankungen: nicht verfügbar.

Landesarmutskonferenz fordert kostenlose Masken für Arme!

Die Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen begrüßt den Beschluss des Landes Niedersachsen, eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkauf einzuführen. Die LAK fordert aber, Masken an Arme kostenlos abzugeben.
Klaus-Dieter Gleitze aus Linden, Geschäftsführer der LAK, betont: „Eine Maskenpflicht schützt im ÖPNV und beim Einkauf gerade Menschen mit wenig Geld vor dem Coronavirus. Sie können sich im Normalfall keine Autos leisten und sind auf den ÖPNV angewiesen. Lieferungen nach Hause von Waren aller Art können sich nur Besserverdienende leisten, das ist für Arme nicht erschwinglich. Sie sind also höheren Infektionsrisiken ausgesetzt.
Schals oder ähnliche Alltags-Provisorien können ein erster Schritt sein, aus Präventionssicht sind aber funktionsorientierte Einwegmasken der bessere Weg. Hier werden Supermärkte und Einzelhandel zeitnah Wege des Verkaufs finden. Masken der Kategorie FFP 2 oder 3 sollten nach wie vor für medizinisches Personal reserviert sein.
Die LAK sieht die Länder und den Bund hier in besonderer Pflicht, weil Arme in beengteren Wohnverhältnissen leben, einem zusätzlichen Infektionsrisiko. Außerdem haben sie ausgeprägtere Vorerkrankungen, vor allem Herzinfarkt, Diabetes mellitus, chronische Bronchitis und Adipositas kommen in der Armutsrisikogruppe vermehrt vor.
Mit einem Ernährungssatz von 5,02 Euro pro Tag sind Hartz-Bezieherinnen nicht annährend in der Lage sich so gesund zu ernähren wie Normalverdienende.
Das Virus macht also nicht alle Menschen gleich, auch hier verdeutlicht sich die Spaltung der Gesellschaft entlang materieller Trennlinien.
Mit einer Kostenübernahme bei Masken würden Bund und Länder auch ein Zeichen an arme
Menschen senden: Wir kümmern uns um Euch.
Die LAK Niedersachsen nimmt diese Situation einer sich anbahnenden bundesweiten
Maskenpflicht als Anlass, eine Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes um 20 Prozent zu fordern.
Das dient sowohl der Deckung von Mehrausgaben, die durch die Corona Krise hervorgerufen
werden, als auch einer grundsätzlich gleichberechtigteren Teilnahme von Armen am
gesellschaftlichen Ganzen.
Die Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen wurde 1995 gegründet. Sie ist ein
Zusammenschluss von Verbänden, Gewerkschaften und Initiativen.

Maskenpflicht bereits in zehn Bundesländern eingeführt! Hannover und Niedersachsen wollen Montag nachziehen!

In zehn Bundesländern wurde das Tragen von Schutzmasken im öffentlichen Nahverkehr und in öffentlichen Räumen jetzt verpflichtend eingeführt. Das Land Niedersachsen und somit auch die Landeshauptstadt Hannover wollen laut aktuellen Meldungen ab kommenden Montag die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen in den Läden einführen. Schon jetzt ist nicht abzusehen, wo dann ausreichend Masken für die Bevölkerung herkommen sollen. Diese ist bisher auf sich allein gestellt, sich Schutzausrüstungen zuzulegen. Nicht alle BürgerInnen sind dazu finanziell oder organisatorisch in der Lage.

Dazu der Sozialpolitiker und Fraktionsvorsitzende Dirk Machentanz (DIE LINKE): „Den Katastrophenschutzdiensten soll jetzt mit einem 750.000 Euro Hilfsfond geholfen werden, was ich begrüße. Die Bevölkerung sollte jetzt aber bei der Beschaffung der empfohlenen Schutzmasken ab Montag nicht allein gelassen werden. Diese sollten in ausreichendem Maße kostenlos und geordnet über die jeweilige Kommune ausgegeben werden, um ein Warteschlangenchaos wie in Dresden zu vermeiden. Die Landeshauptstadt Hannover und das Land Niedersachsen sind jetzt in der Handlungspflicht!“

In eigener Sache: Lindenspiegel und Corona

Aufgrund der Situation sind viele Geschäfte, Einrichtungen und vor allem die Gastronomie aus gutem Grunde geschlossen. Das Gleiche gilt für den Kultur- und Veranstaltungsbetrieb.

Das heißt natürlich auch, dass die Werbeanzeigen für viele Inserenten z. Zt keinen Sinn machen.

Da die Werbeeinnahmen aber die Stadtteilzeitung finanzieren, und diese Einnahmen stark zurückgegangen sind, ist es kaum möglich, die Produktionskosten zu decken. Deshalb gibt es im April keine Ausgabe.

Für den Mai, geplanter Erscheinungstag, Montag, 27. April wird versucht, eine veringerte Version mit verminderter Auflage zu produzieren; die Entscheidung ist aber noch nicht getroffen. Es hängt alles vom Anzeigenaufkommen und den Produktionskosten ab, die zumindest gedeckt sein müssen.

Auf der Onlineseite unter www.lindenspiegel.eu und parallel bei Facebook werden momentan nur die wichtigsten aktuellen Meldungen gepostet.

Es ist ist ruhig geworden in Linden – politisch und überhaupt. Aber wir bleiben wachsam für Alles, was sich in der Entschleunigungsphase so tut.

Das Redaktionsteam vom Lindenspiegel

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