Die Interventionistische Linke (IL) mobilisiert zu Blockaden gegen rassistischen Aufmarsch Die Interventionistische Linke (IL) Hannover beteiligt sich an der Mobilisierung zu Blockaden gegen den angekündigten Aufmarsch des PEGIDA-Ablegers in der Innenstadt. Die Mobilisierung wird von einem Zusammenschluss antifaschistischer und linksradikaler Gruppen und von Aktiven aus studentischen Initiativen getragen. „Wir sind uns einig, dass wir den rassistischen Aufmarsch von HAGIDA gemeinsam blockieren wollen. Wie schon bei den Protesten gegen HOGESA im November 2014 sagen wir: In Hannover lauft ihr keinen Meter!“ erklärt ein Sprecher der IL Hannover das Ziel der Gruppen. Der Treffpunkt für die gemeinsame Blockade ist um 17.30 Uhr am Startpunkt von HAGIDA. Die IL Hannover lädt alle Menschen ein, sich an den Blockaden zu beteiligen: „Wir freuen uns über symbolische Aktionen wie ‘Licht aus für Rassisten’. Für uns ist es an diesem Tag wichtig, nicht nur zu protestieren, sondern praktisch dafür zu sorgen, dass die rassistische HAGIDA-Aktion ein Misserfolg wird. Das schaffen wir nur gemeinsam.“ so der Sprecher der IL Hannover.
Hagida-Demonstration: Licht aus für Fremdenhass und Ausgrenzung
Am 12. Januar 2015 findet ab 17.30 Uhr in der Hannoverschen Marktkirche die Hagida-Demonstration statt. Zahlreiche grüne Abgeordnete werden sich an den Gegen-Kundgebungen beteiligen.
Das sagen die Grünen
Anja Piel, Fraktionsvorsitzende
„Wir haben keine Angst vor Vielfalt und Nächstenliebe und treten für eine bunte Gesellschaft ein. Ich bin zuversichtlich, dass von Hannover in diesem Sinne ein starkes und friedliches Zeichen ausgehen wird.“
„Mit einer breiten Teilnahme an den Gegendemonstrationen antworten wir wie viele andere auf die Pegida-Bewegung mit Weltoffenheit und Toleranz. Für uns gilt: Menschen, die bei uns Zuflucht und Nachbarschaft suchen, begegnen wir mit offenen Armen, statt mit Fremdenhass und Ausgrenzung.“
Zum Hintergrund
Diese Abgeordneten werden an den Gegendemonstrationen teilnehmen:
· Anja Piel, Fraktionsvorsitzende
· Helge Limburg, Parlamentarischer Geschäftsführer
· Julia Hamburg, Sprecherin für Antifaschismus
· Meta Janssen-Kucz, Sprecherin für Innenpolitik
· Filiz Polat, Sprecherin für Migration und Flüchtlinge
· Belit Onay, Abgeordneter und Ansprechpartner für islamische Verbände
· Thomas Schremmer, regionaler Abgeordneter und Sprecher für Sozialpolitik
· Hans-Joachim Janßen, Sprecher für Agrarpoltik
· Ottmar von Holtz, Sprecher für Hochschulpolitik
Aufruf der Katholischen Kirche in Hannover zur Demonstration am Montag, den 12. 01. 2015
Die Katholische Kirche in der Region Hannover ruft ihre Mitglieder auf, diesen Montag, den 12. 01. 2015, um 17:30 Uhr am multireligiösen Friedensgebet in der Marktkirche in Hannover und der dann dort startenden Demonstration für Toleranz, Vielfalt und Frieden in Hannover teilzunehmen.
Warum die Katholische Kirche sich an der von dem Bündnis „Bunt statt Braun“/ „Licht aus in Hannover“ organisierten Demonstration beteiligt und warum das Engagement so wichtig ist, erklärt Propst Martin Tenge: „Wir wollen mit unserer Demonstration als Kirche ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Frieden in unserer Stadt senden. Gleichzeitig müssen wir die Menschen, die sich mit ihren Ängsten, Sorgen und ihrer Unzufriedenheit von Politik und Religion allein gelassen fühlen, ernst nehmen. Das geht aber nicht über eine oberflächliche Betrachtung der Themen Islam und Integration und eine Verbrüderung mit zum Teil gewaltbereiten Menschen. Es braucht Dialog und Differenzierung! Islamistischer Terrorismus ist nicht der Islam. Muslime in Deutschland dürfen nicht als Sündenböcke für Schwierigkeiten unserer Gesellschaft herhalten. Deswegen sagen wir als Katholische Kirche in Hannover: Haben Sie keine Angst! Seien Sie mutig! Setzen Sie sich mit uns ein für Frieden und Toleranz!“
Lindenspiegel Dezember 2014
Titelthema:
Steigende Armut in der Gesellschaft trifft gerade auch Linden: Hilfezentrum muss expandieren
Seit Juli 2013 ist die Adresse Dunkelberggang 7 in Linden-Mitte die Anlaufstelle für die ganz Armen in unserer Überflussgesellschaft. Dort erhalten sie Frühstück, Mittagessen und Lebensmittel für den häuslichen Bedarf.
Zum Klientel des neuen Stützpunktes zählen ganz überwiegend Hartz-IV-Empfänger, Kleinrentner, Obdachlose, Punker, Behinderte sowie die Gruppe der Methadon-Substituierten aus den umliegenden Artztpraxen an der Deisterstraße, kurzum, die sozial Benachteiligten in unserer Gesellschaft. Zum Klientel gehören aber auch auch Tiere, oft einziger Sozialkontakt ihrer Besitzer, die nicht mehr ausreichend gefüttert werden können. Dieser Fall kann bereits dann eintreten, wenn Senioren in eine höhere Plagestufe eingestuft werden und dann noch weniger Geld zur Verfügung haben, um den Hund, die Katze oder den Wellensittich zu versorgen.
Kinder Advents Flohmarkt in Limmer
kampagneahoi– Wohnungen in der Nordstadt besetzt- Gemeinsam gegen Verdrängung aus unseren Wohnungen!
Am heutigen Abend haben einige AktivistInnen aus der Nordstadt ein Wohnhaus in der Straße Im Moore 6 besetzt. Laut eigener Aussagen wollen sie damit die Geschäftspraxis der Firma WohnWert anprangern und sich mit den jetzigen/ehemaligen Bewohnenden solidarisieren. Neben dieser Kritk an einzelnen Akteuren, wird auch auf einen ganz neuen Ansatz in der Stadtentwicklung gedrungen.
Wir erklären uns solidarisch mit den Aktivist_innen und wünschen der “Kampagne Nordstadt bleibt” viele weitere gelungene Aktionen.
Verfasst am: 05.12.2014 – 20:33. Geschehen am: Freitag, 05. Dezember 2014.
Das Haus Im Moore 6 wurde von der hannoverschen Firma WohnWert vor einem Jahr gekauft. Wohnwert hat den Menschen dort sofort deutlich gemacht was Sache ist: Die Bewohner_innen sollen schnellst möglichst verschwinden, damit die Wohnungen „aufgewertet“ werden können um sie für den maximalen Gewinn zu verkaufen. Eine WG wurde durch massiven Druck bereits aus dem Haus gedrängt, zwei Familien mit mehreren Kindern sollen folgen. Die erste Wohnung wird bereits für rund eine halbe Millionen Euro im Internet angeboten.
Im Moore 6 ist nicht das erst Haus aus dem die Menschen geworfen werden. WohnWert und andere Firmen haben nach diesem „Geschäftsmodell“ in Hannover bereits viele Menschen aus ihren Häusern vertrieben. In einem von WohnWert gekauften Haus in Linden hat sich sogar ein Mensch aus Verzweiflung das Leben genommen. Kurz danach erfolgte ein Anruf von WohnWert bei der Frau des Verstorbenen: „Wann ziehen Sie aus?“1*
Im Moore 6 wurde heute besetzt. Mit dieser Aktion machen wir deutlich: Bis hier hin und nicht weiter! Wer hier Luxuswohnungen plant, setzt sein Geld in den Sand! Die betroffenen Familien verdienen unsere Solidarität. Günstige Mietwohnungen statt Luxus-Verdrängung!
Im Moore 6 wird nicht ein weiteres Haus in einer langen Liste werden, sondern hier ziehen wir die rote Linie. Das wird nur funktionieren, wenn sich viele Menschen querstellen und nicht wegsehen. Unser Aufruf geht an alle, die diese Zustände nicht einfach hinnehmen wollen!
Werdet aktiv, vernetzt euch, startet kreative und entschlossene Aktionen gegen die Verdrängung Im Moore 6 und anderswo. Das Firmen wie Wohnwert auf diese Art und Weise handeln können kommt nicht von ungefähr: Grundlage ist eine Wirtschaftsweise, die erlaubt Wohnraum zur Ware zu machen und damit die Maximierung von Profit in den Mittelpunkt stellt.
Wir stellen dem eine Stadtentwicklung entgegen, die sich an den Interessen der Bewohner_innen orientiert!
Wir sagen ganz deutliche an die Adresse von WohnWert und alle anderen, die mit asozialen Methoden Menschen aus ihren Wohnungen drängen: Wenn ihr Stress mit der ganzen Nordstadt wollt, ihr bekommt ihn.
Wir bleiben alle! Solidarität mit den Besetzer_innen der Breite Straße 114/116 in Hamburg! Kampagne Nordstadt bleibt
1* Quelle: Lindenspiegel Ausgabe 07/2011 Seite 1
Umschlag mit 4.000 Euro in bar im Briefkasten-AWO bedankt sich für anonyme Spende
Die AWO Region Hannover e.V. hat eine anonyme Spende erhalten. AmMittwochmorgen, 3. Dezember 2014 hat eine AWO Mitarbeiterin im Briefkasten einen an die AWO gerichteten Umschlag mit 4.000 Euro Bargeld gefunden. „Für die Arbeitslosen, zum Beispiel für gemeinsame Unternehmungen“, so der Hinweis des anonymen Spenders. „Wir freuen uns sehr über die Spende und bedanken uns herzlich bei dem unbekannten Spender“, sagt AWO Geschäftsführer Burkhard Teuber. „Wir werden das Geld dem Spenderwunsch entsprechend für unsere Arbeit mit arbeitslosen Menschen einsetzen.“ Die AWO bietet für Betroffene zahlreiche Beschäftigungsinitiativen und -hilfen, Aus- und Fortbildung sowie Qualifizierungsmaßnahmen und Freizeitgestaltung an.
Rechte und linke Polit-Demos für morgigen Samstag sind genehmigt
Den Verantwortlichen der für Samstag angezeigten beiden Versammlungen “Für die Opfer linker Gewalt” und “Kein Platz für Nazis” sind heute von der Versammlungsbehörde Bestätigungsverfügungen zugegangen.
Seit Dienstag liegt der Versammlungsbehörde die Anzeige zu einer Kundgebung an der Straße Postkamp unter dem Motto “Für die Opfer von linker Gewalt” für Samstag, 22.11.2014, vor – angezeigt durch eine offensichtlich der rechtsextremen Szene zuzuordnenden Privatperson. Des Weiteren wurde am Donnerstagmorgen eine Gegendemonstration von einer Privatperson des linken Spektrums mit dem Thema “Kein Platz für Nazis” an der Straße Klagesmarkt, Höhe Postkamp, angezeigt .
An beide Verantwortlichen gingen heute Mittag Bestätigungsverfügungen mit entsprechenden Beschränkungen. Nach einem zuvor mit dem Anzeigenden der Demo “Für die Opfer von linker Gewalt” geführten, einvernehmlichen Gespräch steht fest, dass diese stationäre Kundgebung Am Klagesmarkt (südlicher Fußgängerbereich) von 12:00 bis 16:00 Uhr stattfinden wird.
Auch bei der Gegendemonstration, von 11:00 bis 18:00 Uhr, bleibt es bei der gestern genannten Örtlichkeit: Goseriede / Ecke Celler Straße.
Beide Veranstalter gaben in ihren Anzeigen die zu erwartende Teilnehmerzahl mit rund 500 an.
Im Zusammenhang mit diesen Demos wird es zu Straßensperrungen an der Celler Straße, der Otto-Brenner-Straße sowie angrenzenden Stichstraßen kommen.
Linden schreibt! Ver[w]ortungen – Lesebuch Lindener Autorinnen und Autoren
32 Literaturschaffende aus den hannoverschen Stadtteilen Linden und Limmer. 63 Texte von der Kurz-und Kürzest-Geschichte über die ganze Welt der Lyrik und wieder zurück.
„Ver[w]ortungen”, das Lesebuch Lindener Autorinnen und Autoren, versammelt erstmals das literarische Schaffen von Hannovers Stadtteil mit der wohl größten Kiosk- und Künstlerdichte der Republik. Und schreibt damit nicht nur Stadtteilgeschichte anlässlich des 900. Geburtstages Lindens im Jahre 2015, sondern gleichsam literarische Stadtgeschichte. Denn keine Autoren-Sammlung hat vorher versucht, alle schreibenden Protagonisten eines Stadtteiles, geschweige denn der gesamten Landeshauptstadt, in einem Buch zu vereinen. Ein poetisch-nachhaltiges Pilot-Projekt über die Grenzen Lindens hinaus? Ganz bestimmt.
Zumindest aber sind sich die Herausgeber sicher, dass dieses außergewöhnliche Lesebuch schon bald (nicht nur) in jedem Lindener Haushalt zur kulturellen Grundausstattung gehören wird. Aus gutem Grund, wie sie finden. Denn Linden lebt, mitten in Hannover. Und hat eine ganze Menge zu erzählen. Lesen Sie rein.
Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksrates Linden-Limmer, der Arbeitsgemeinschaft Lindener Vereine (AGLV) und dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.
Mit ihren Texten sind vertreten: Tahere Asghary, Thomas Bothor, Mirco Buchwitz, Henning Chadde, Bodo Dringenberg, Maria Eilers, Hartmut El Kurdi, Kersten Flenter, Hans-Jörg Hennecke, Anja Hilscher, Julia Hoenen, Stephan Kuli, Tobias Kunze, Marcus Lüthke, Katja Merx, Günter Müller, Anne Ocker, Benka Orzol, Claudia Pahl, Martina Pütz, Oliver Rieche, Christine Rohrbach, Marco Sagurna, Johannes Schulz, Richard Schuster, Giuseppe Scigliano, Jan Egge Sedelies, Adam Seide, Christian Friedrich Sölter, Anne Stein, KP Sturm und Johannes Wenzel.
Herausgegeben von Kersten Flenter und Henning Chadde für Kulturkontor Hannover e.V.
Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksrates Linden-Limmer, der Arbeitsgemeinschaft der Lindener Vereine (AGLV) und dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.
196 Seiten €(D)10 -ISBN: 978-3-941-55231-9 Eigenverlag / Kulturkontor Hannover e.V., Hannover 2014
Erscheinungstermin: Montag, 17. November 2014
Erhältlich im hannoverschen Buchhandel sowie in Linden bei den Buchhandlungen Annabee, Arte P und Decius
Grüne: Kein zweites Köln in Hannover
,HoGeSa‘ mobilisiert mehr GegendemonstrantInnen als Anhänger
Am Samstag,15. November hat eine sogenannte HoGeSa-Veranstaltung in Hannover stattgefunden. Nach einer gewalttätigen Demonstration im Vorfeld in Köln hatten die rechtsextrem zu verortenden „Hooligans gegen Salafismus“ zu dieser Demonstration in Hannover aufgerufen. Das Verwaltungsgericht hatte lediglich eine Kundgebung unter restriktiven Auflagen genehmigt.
Julia Hamburg, Sprecherin der Grünen für Strategien gegen Rechtsextremismus
„Tausende von GegendemonstrantInnen haben ein starkes Zeichen für Demokratie und Toleranz gesetzt und gleichzeitig Rassismus und Gewalt eine klare Absage erteilt. Die Veranstalter der rechten Szene haben sich augenscheinlich geirrt, wenn sie meinten, in Hannover würde sie kein starker Gegenprotest erwarten. Das Konzept ‚Wolf im Schafspelz‘ – Hooligans gegen Salafismus – ist nicht aufgegangen.“
„Es ist besonders den rigiden Auflagen der niedersächsischen Justiz und der klugen Strategie der Polizei zu verdanken, dass sich gewalttätige Ausschreitungen wie in Köln nicht in Hannover wiederholt haben. Eine Ahnung von dem, was hätte passieren können, gab es dennoch durch Versuche, die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen, dem Werfen von Flaschen und Pyrotechnik auf Polizei und die Gegendemonstration sowie aggressive Handlungen gegenüber den Medien.“

![Ver[w]ortungen](http://www.lindenspiegel.co.uk/wp-content/uploads/2014/12/verwortungen_2014_cover_front-197x300.jpg)