Hooligandemo lief ins Leere

Bei ihrer Demo angeblich gegen Salafisten, in Wahrheit gegen alle ausländischen Mitbürger und insbesondere Muslime, hinterm Hauptbahnhof, hatten die Rechten dank eines gut organisierten Polizeiaufgebotes und einer starken Gegenwehr der antifaschistischen Bürger nur die Chance, sich bundesweit mit ihrem Kapertheater lächerlich zu machen.

Nur knapp 2000 Rechten,weit weniger als erwartet und vor drei Wochen in Köln anwesend, die sich auf dem alten ZOB vor ihrem Lautsprecherwagen versammelt hatten, standen fast doppelt soviele antifaschistische machtvolle Gegendemonstranten auf der anderen Seite der Raschplatzhochstraße am Pavillon gegenüber. Getrennt durch eine gut gestaffelte Polizei und Abspergitter. Die Hools konnten mit ihren faschistischen Sprüchen nur die umliegenden Gebäude und die Züge im Hauptbahnhof erreichen, während  gleichzeitig die Antifa vom Platz vor dem Pavillon lautstark zu ihnen herüber schallte. Die Inhalte dürfte den Dumpfbacken kaum gefallen haben, zumal ihre eigenen Absonderungen niemanden außerhalb des ZOB erreichten. So gaben sie denn bereits vor dem angemeldeten Demoende um 16 Uhr auf und verdrückten sich wieder in ihre dumpfen heimatlichen geschlossenen rechten Kreise. In Hannover haben sie jedenfalls keine Fußspitze an den Boden bekommen.  

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Es wäre noch reichlich Platz gewesen. Die Hools konnten den ZOB nicht füllen.

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Der rechte Haufen hatte keinerlei Chance zum Krawallmachen außerhalb der Absperrungen.

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Die Rechten scharen sich um ihren Lautsprecherwagen wie um eine Kasperbude.

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Hooligan-Demonstration: Katholische Kirche ruft Mitglieder zur Teilnahme an Gegendemo auf

Bereits seit dem Jahr 2009 steht das Bündnis „Bunt statt Braun“ öffentlich gegen alle Formen der Gewalt, der Ausgrenzung und des Fremdenhasses ein. Neben der Katholischen Kirche engagieren sich auch alle weiteren Kirchen und Religionsgemeinschaften der Stadt Hannover in dem Bündnis für den friedlichen Protest gegen Rechtsextremismus.  

Anlässlich des aufgehobenen Verbotes der Hooligan- Demonstration am Samstag in Hannover ruft die Katholische Kirche in der Region Hannover erneut ihre Mitglieder auf, an der Gegenkundgebung des Bündnisses „Bunt statt Braun“ teilzunehmen. Die Kundgebung findet Samstag, den 15. 11. 2014, um 10:00 Uhr an der Goseriede statt.
„Die Kundgebung soll ein deutliches Zeichen sein, dass Menschen aller kulturellen, nationalen und religiösen Herkunft in Deutschland ein versöhntes Miteinander leben wollen. Dieses gemeinsame Auftreten soll insbesondere den Muslimen, die selber unter dem Missbrauch des Islam durch den IS leiden, Mut machen, sich gegen diesen Missbrauch ihrer Religion aufzulehnen“, sagte Propst Martin Tenge. 
Auf der Kundgebung werden sprechen:
·       Hartmut Meine, IG Metall- Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen- Anhalt
·       Oberbürgermeister Stefan Schostok
·       Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann
·       Marina Jalowaja, Verband der jüdischen Gemeinden Niedersachsen
·       Avni Altiner, Landesverband der Muslime in Niedersachsen

Antifaschistisches Bündnis kritisiert Kundgebungsort und ruft weiter zu Protestaktion auf

Verbot von rassistischer Hooligandemo in Hannover aufgehoben !

Das Bündnis gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus zeigt sich wenig überrascht über die Aufhebung des Verbots des geplanten rassistischen Hooliganaufmarschs am kommenden Samstag in Hannover. „Es ist nicht das erste Mal, dass Verbote wie dieses durch die nächst höhere Instanz aufgehoben werden.“ erklärt Ingo Mertens, der Sprecher des Bündnisses, und weiter: „Im Bündnis sind wir uns einig darüber, dass Protest und Widerstand gegen rassistische Aufmärsche nicht in den Gerichtssäälen, sondern auf der Straße stattfindet.“ Der geplante Aufmarsch wurde heute als stationäre Kundgebung der rechten Hooligans auf dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) hinter dem Hauptbahnhof genehmigt. Diese Entscheidung kritisiert das Bündnis scharf, denn der Ort liegt in räumlicher Nähe zum Weißekreuzplatz. Hier führen Refugees seit Ende Mai ein Protestcamp für Bleiberecht und gegen Rassismus durch. „Der Ort der rassistischen Kundgebung liegt fast in Sichtweite des Refugeecamps. Für die Bewohner_innen des Camps besteht an diesem Tag höchste Gefahr. Die Hooligans werden sich nicht dafür interessieren, dass es sich um Menschen handelt, die vor dem fundamentalistischen islamischen Regime im Sudan geflohen sind.“ erklärt Ingo Mertens. Das Bündnis mobilisiert weiterhin für Samstag, 10 Uhr auf den Steintorplatz in Hannovers Innenstadt. In der Nähe wird auch die Kundgebung des DGB stattfinden. Vom Steintor soll es im Laufe des Tages auch eine Demonstration gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus starten. Mertens betont: „Wir freuen uns, wenn auch die Teilnehmer_innen der Bunt statt braun Kundgebung und die Kolleg_innen der Gewerkschaften der Einladung folgen und sich an unserer Demo beteiligen. Gemeinsam wollen wir ein deutliches Zeichen gegen Rassismus auf die Straßen von Hannover tragen.“ Wer ist das Bündnis? Unter dem Motto „Gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus“ rufen u.a. Aktive aus Parteien wie Die Grünen und Die Linke, aus Gewerkschaftsjugenden, aus parteinahen Jugendverbänden wie Jusos und Grüne Jugend, aus Ultragruppen, aus kurdischen und türkischen Gruppen, aus studentischen Initiativen sowie linke und antifaschistische Gruppen wie die kommunistische Gruppe Fast Forward und die Interventionistische Linke und viele engagierte Einzelpersonen zum Protest gegen den Aufmarsch auf. Weiter Informationen zum Camp erhalten Sie auf der Homepage http://fluechtlingscamphannover.wordpress.com

Bunt statt Braun: Für Vielfalt und Respekt, gegen Rassismus und Gewalt

Kein Hooliganaufmarsch in Hannover!
Am 15. November wollen in Hannover gewaltbereite, rechte Hooligans das Versammlungsrecht missbrauchen, um ihre rechtspopulistischen und rassistischen Parolen in die öffentlichkeit zu tragen. Seit den Ereignissen in Köln vor 14 Tagen wissen wir, mit welcher Brutalität und Menschenverachtung die Hooligans auftreten und gegen vermeintliche
„Überfremdung“ und besonders gegen Menschen mit islamischen Glauben hetzen.
Dieser Bedrohung und Provokation stellen wir uns als weltoffene, solidarische und freiheitlich demokratische Stadtgemeinschaft entgegen. Wer Menschen aufgrund ihres Glaubens, der Herkunft oder ihrer Einstellung bedroht und attackiert, hat in unserer Stadt nichts zu suchen.
Das Bündnis Bunt statt Braun in Hannover ruft alle Menschen auf, gemeinsam und friedlich für Vielfalt und Respekt, gegen Rassismus und Gewalt zu protestieren. Kein Hooliganaufmarsch in Hannover!Protestveranstaltung mit Kundgebung in Hannover am Samstag, 15.November 2014, um 10.00 Uhr an der Goseriede.

Bündnis Bunt statt Braun, c/o DGB Region Niedersachsen-Mitte

Kampagne Ahoi: Gemeinsam gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus

Am 26. Oktober fand in Köln ein Aufmarsch der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) statt. Unter diesem Motto rotteten sich rund 5.000 männerbündische Hooligans und Nazis zusammen, um gegen Muslime und Migrant_innen zu hetzen. Währenddessen gab es rassistisch motivierte Gewalt gegen Anwohner_innen, Antifaschist_innen und Pressevertreter_innen. Es war der größte rechte Aufmarsch in Westdeutschland in den letzten Jahren. Während Medien und Offizielle sich noch über das Gewaltpotenzial wundern und sich fragen, wie es dazu kommen konnte, dass untereinander „verfeindete“ im Selbstverständnis „unpolitische“ Hooligans, zusammen mit Neonazis demonstrieren, wurde für den 15. November bereits der nächste Aufmarsch in Hannover angekündigt.

Unter dem Motto „Europa gegen den Terror des Islamismus“ wollen Rassist_innen für ihre europäische Leitkultur auf die Straße gehen. Denn es ist nicht etwa der Krieg der faschistischen Gotteskrieger des Islamischen Staat (IS) im Irak und Syrien, der sie zu Protesten anstachelt. Es ist die herbeifantasierte „Überfremdung“ Europas durch Menschen islamischen Glaubens. Der Krieg im nahen Osten ist für sie nur der Aufhänger, um bürgerliche Nationalist_innen und Stammtischrassist_innen unter ihrem Banner versammeln zu können. Denn die Angst vor „Überfremdung“ eint all jene, die ihre Zusammengehörigkeit über Blut und Boden definieren und mit angeblich gemeinsamen Werten in Verbindung bringen. Die Nazis und Hooligans nutzen Rassismus und die direkte Gewalt gegen ihre erklärten Feinde, als Ausdruck ihres Machtwillens.

Ähnliche Veranstaltungen für Berlin und Hamburg wurden in den vergangenen Tagen an- und dann wieder abgemeldet. Jetzt wollen die Rassist_innen in Hannover auf die Straße gehen.

Wir sagen: In Hannover lauft ihr auch keinen Meter! Wir haben keinen Bock auf Rassismus! Genauso, wie wir den Feldzug und die Ideologie des IS zum Kotzen finden! Wir rufen deshalb dazu auf, am 15. November gemeinsam gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus in Hannover auf die Straße zu gehen!

Samstag, 15. November, 10 Uhr, Steintor, Hannover

Ausstellung zur „Lindener Geschichte“ von Quartier e.V. im Küchengartenpavillon

Anlässlich der 900 Jahre Linden im Jahr 2015 präsentiert Quartier e.V. nicht nur einen LindenKalender 2015, sondern auch eine Ausstellung, die sich mit der Geschichte Lindens beschäftigt.

Die Ausstellung wird eröffnet am Sonntag, den 16.11.2014 um 14 Uhr im Küchengartenpavillon. Sie ist zu sehen bis 16.1.2015 und soll später auch als Wanderausstellung genutzt werden.

Öffnungszeiten im Küchengartenpavillon: Di., Fr. und So. 14-16 Uhr.

Es geht hier nicht um eine vollständige Aufarbeitung der Geschichte, sondern um die Präsentation der Grundzüge der Lindener Geschichte. Grundlage der Texte ist das Standard-Werk zur Lindener Geschichte: Walter Buschmann: „Linden – Geschichte einer Industriestadt im 19. Jahrhundert“, Hannover 2012.

Die Ausstellung soll im Laufe des Jahres 2015 ständig verändert und erweitert werden. Wir fordern ausdrücklich zum Mitmachen auf. Wer interessante private Fotos zur Geschichte hat, kann diese bei uns abgeben und wir werden sie ggf. in die Ausstellung einbauen. Uns interessieren aber auch wichtige Familienfotos und Texte zur eigenen Geschichte in Linden, die wir in einem späteren Teil der Ausstellung ebenfalls präsentieren möchten.

Im jetzigen Teil 1 der Ausstellung zeigen wir Lindens Geschichte bis ca. 1920.

plakat-ausst-lindenergeschichte2014-2015_a3_kopie

 

Ein Logo für 900 Jahre Linden

Das Logo für das Jubiläum ist gefunden.

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von Florian Metzner

 

Bezirksbürgermeister Grube mit Florian Metzner

Bezirksbürgermeister Grube
mit Florian Metzner

Florian Metzner erläutert das Logo

Florian Metzner erläutert das von
Ihm kreierte Logo

 

Im Lindener Rathaus sind 1.237 gültige Postkarte eingegangen. Unter den Teilnehmern werden 150 Preise im Gesamtwert von ca. 1.000 € verlost. Die Abstimmung im Netz war leider nicht sehr aussagekräftig, da einige Teilnehmer hier kräftig nachgeholfen haben. Insgesamt wurden für die 123 Logos über 27.000 Stimmen abgegeben.

Alle Infos unter www.900JahreLinden.de

1. Platz
Logo Nummer 52 von Florian Metzner Preisgeld: 1.000,- €

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2. Platz
Logo Nummer 24 von Deborah Johannknecht Preisgeld: 500,- €

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3. Platz
Logo Nummer 71 von Corinna Pfarr Preisgeld: 250,- €

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Sonderpreis: Kreative Jugend
Merril Hagemann Preisgeld: 100,- €

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